Ciclo Congo
Die Gruppen mit BANTÚ-Abstammung praktizieren
Riten zur Initiation, zu Gedenktagen und zu Beerdigungen. Sie sind in Kuba unter
dem Namen CONGO bekannt.
Ihre Musikinstrumente sind sehr verschieden, aber
sie bevorzugen zylindrische Trommeln mit angenagelten Fellen, Trommeln in Fässerform
oder aus Palmstämmen.
Paare tanzen in der Mitte eines Kreises (CORO),
der von den übrigen Tänzern gebildet wird. Es gibt auch Tänze,
die in Reihenformation aufgeführt werden, aber diese sind weitgehend verschwunden.
Wir finden vier verschiedene Tanzformen: Macuta, Yuka, Palo, Garabato.
Die Makuta ist
ein "weltlicher" (nichtreligiöser) Tanz für Paare während der
Fiestas.
Die Yuka ist ein
erotischer Tanz, bei dem die Haltungen und Gesten eines Hahns und einer Henne
imitiert werden.
Der Palo ist ein
Gemeinschaftstanz, der die Arbeit auf dem Feld widerspiegelt.
Der Garabato unterscheidet sich vom PALO durch
die Verwendung eines hakenförmigen Astes, wie er in der Feldarbeit zusammen
mit einer Machete zum Schneiden des Getreides verwendet wird.
Die traditionelle Kleidung wurde inzwischen durch
große Tücher ersetzt, die um Kopf, Brust und Taille gebunden werden.
Die YUKA-Trommeln sind auch deshalb von großer
Bedeutung, weil sie zu den Ursprüngen der Rumba gehören.
Dazu gehören drei Trommeln (nach der Größe:
CAJA, MULÁ und CACHIMBO) und ein Stück aus besonders hartem Holz,
auf das mit Stöcken (KATÁ) geschlagen wird. Diese Trommeln werden
sowohl mit den Händen als auch mit Stöcken geschlagen, und zwar sowohl
auf der Membran als auch an den Seiten. Die Musik ist sehr einfach, wobei die
kurzen Solo-Beiträge (GALLO) mit den Antworten des Chores abwechseln. Die
Texte bestehen aus einem unkorrekten Spanisch vermischt mit Wörtern aus
der CONGO-Sprache, die meist unverständlich ausgesprochen werden und Metaphern
enthalten, die für das gewöhnliche nicht-eingeweihte Publikum nicht
zu verstehen sind.