Die Geheimgesellschaft ABAKUÁ hat sich in Kuba um 1820 unter den gerade aus Calabar oder Carabalí angekommenen Schwarzen gebildet und schnell Anhänger unter den schon länger ansässigen Schwarzen - Sklaven oder nicht - den MULATOS (Mischlingen) und auch einigen Weißen eher niedrigen Standes aus Havanna und Matanzas gefunden. Die schlechten ökonomischen Bedingungen der Schwarzen, der immer weiter steigende Bedarf an Arbeitskräften für die körperlich schweren Arbeiten und im Gegensatz dazu das geschützte bequeme Leben der herrschenden Klasse in den guten Stadtvierteln der Hauptstadt führten nahezu zwangsläufig zur Herausbildung einer solchen soziopolitischen Geheimgesellschaft, die vergleichbar war mit den "hombres leopardo" (Leopardenmenschen - black panthers) in den englischen Kolonien. EKWE bedeutet in der Sprache Efik oder Ekoi, die in den Zeremonien benutzt wird, nichts anders als eben Leopard oder Panther.
ABAKUÁ ist keine Religion, sondern eine geschlossene Vereinigung ausschließlich für Männer, die sich durch einen Schwur binden (EKOBIO oder MONINA). Furchteinflößend (angeblich sind sie imstande, Menschen zu opfern, vorzugsweise Katholiken und Weiße) und gleichzeitig Gegenstand der allgemeinen Belustigung wegen ihrer "malerischen, folkloristischen" Seite, nennt man sie auch "Ñañigos" - "Brüderlein"... Üblicherweise haben Außenstehende kaum die Gelegenheit, mit ihren Riten in Berührung zu kommen, abgesehen vom Karneval in Havanna, wenn sie sich an den Umzügen beteiligen. Die DIABLITOS (Teufelchen) oder IREME sind maskierte Tänzer, deren Kleidung an Leopardenfelle erinnert; dazu tragen sie eine Schnur mit Glöckchen und Rasseln um die Hüfte. Die IREME, die Zeremonienmeister, reinigen mit ihren Tänzen und Bewegungen den Weg für den Umzug. Die BUSCADORES (= Suchenden) schließen sich an und tragen einen Stock (ITÓN) als Phallus-Symbol und dazu einen Strauß kleiner Zweige (IFÁ) - Erbe eines uralten ländlichen Fruchtbarkeitskults.
Die Gesänge und Tänze - WEMBA - werden von dem Sänger-Vorsteher der Bruderschaft, dem MORUÁ YUANSE oder ENKRIKAMO traditionellerweise mit nacktem Oberkörper ausgeführt. Der Sänger wird von drei Trommeln begleitet (OBI-APÁ, KUCHI-YEREMÁ und BIANKOMÉ), dazu kommt eine Solo-Trommel (BONKOENCHEMIYÁ), eine Glocke (EKÓN) und eine Art Maraca aus Leder (ERIKUNDI).
| Abakuá (Havanna) Nach Lazaro Rodriguez Issaqui |
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| 6 / 8 | 1+e2+e | 1+e2+e |
| Ekón: (Glocke) |
x.x..x | .x.x.. |
| Biankomé: (hoch) |
r..r.. |
./ /. |
| Kuchi-Yeremá: (mittel) |
..r... ..o... |
r...r. o...o. |
| Obi-Apá: (tief) |
.r..r. .s..o. |
./ /. |
| 1+e2+e | 1+e2+e | |
Lazaro verwendete keine zweite Glockenstimme, sondern nur die 6/8-Clave. Er
zeigte mir auch keine Erikunde-Stimme.
Der Unterschied zu der Version von Patrick Armstrong ist nicht bedeutend.
Curtis Lanoue hat mir diesen Abaku-Rhythmus aus Matanzas gemailt. Er selbst
hat ihn bei José Eladio gelernt, einem bekannten Percussionist aus Havanna.
Der Abakuá aus Matanzas unterscheidet sich von dem aus Havanna besonders
in den Biankomé- and Kuchi-Yeremá-Stimmen.
| Abakuá (Matanzas) Nach José Eladio |
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| 6 / 8 | 1+e2+e | 1+e2+e |
| Ekón: (Glocke) |
x.x..x | .x.x.. |
| Erikundi: (Maracas) |
l..l.. ..r... |
l..l.. .r...r |
| Biankomé: (hoch) |
rr.... oo.... |
./ /. |
| Kuchi-Yeremá: (mittel) |
rlr.rl mms.ms |
rlrr.l msoo.s |
| Obi-Apá: (tief) |
.r..r. .m..o. |
./ /. |
| 1+e2+e | 1+e2+e | |
Curtis schreibt ferner, dass die Slaps in der Kuchi-Yeremá-Stimme keine lauten Slaps sind, sondern nur 'Timekeepers' und traditionell nicht gespielt werden.
| Abakuá für 3 Congas Nach Angel Gonzalez Vila |
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| 6 / 8 | 1+e2+e | 1+e2+e |
| Ekón: (Glocke) |
x.x..x | .x.x.. |
| Drei Congas: Quinto: Conga: Tumba: |
rrllrl oo...s ..oo.. ....o. |
rrllrl oopt.s ...... ....o. |
| 1+e2+e | 1+e2+e | |